Vorsicht beim Hausverkauf an Nachbarn oder Bekannte!

Wenn eine Immobilie verkauft wird spricht sich das in der Nachbarschaft schnell herum und lockt Zaungäste an. Viele Eigentümer denken, dass der Hausverkauf an Nachbarn und Bekannte, die im gleichen Viertel wohnen, einfacher und unkomplizierter ist. Aber das Gegenteil ist oft der Fall. Der professionelle Vermarktungsprozess mit einem hohen Verkaufserlös wird somit häufig verhindert.

Viele Verkäufer denken, dass der Hausverkauf an Nachbarn oder Bekannte im Viertel schneller und ohne Stress verläuft. Unter anderem deshalb, weil man einander kennt und das Haus in der Nachbarschaft bleibt. Doch in der Realität wird diese Hoffnung in den meisten Fällen enttäuscht.

Meistens schauen Nachbarn oder Bekannte nicht aus Eigeninteresse nach dem Haus. Vielmehr haben sie meistens Dritte, in der Regel ihre Kinder oder Freunde im Hinterkopf, von denen sie meinen, dass diese die perfekten Käufer wären. Dementsprechend kommt es zu vielen Missverständnissen und zeitraubenden Besichtigungen.

Diskreter Hausverkauf?
Auch spricht sich der Hausverkauf schnell herum. Nachbarn, Bekannte im Viertel aber auch völlig Fremde wollen nun die Immobilie genauer unter die Lupe nehmen, manchmal ganz spontan am Sonntagnachmittag! Die Eigentümer sind dann überfordert von vielen Besichtigungsterminen, die schnell länger als eine Stunde dauern. Hinzu kommt, dass sie nicht prüfen können, ob die Interessierten auch über ausreichend finanzielle Mittel verfügen.

Auch spricht sich der Hausverkauf schnell herum. Nachbarn, Bekannte im Viertel aber auch völlig Fremde wollen nun die Immobilie genauer unter die Lupe nehmen, manchmal ganz spontan am Sonntagnachmittag! Die Eigentümer sind dann überfordert von vielen Besichtigungsterminen, die schnell länger als eine Stunde dauern. Hinzu kommt, dass sie nicht prüfen können, ob die Interessierten auch über ausreichend finanzielle Mittel verfügen.

Rechtssicherer Kaufvertrag?
Den meisten Verkäufern fehlt die Objektivität zu ihrer Immobilie. Immerhin haben sie jahrelang dort gewohnt und sich ein schönes Heim mit vielen positiven Erinnerungen geschaffen. Zudem fehlt ihnen verständlicherweise auch die nötige Erfahrung in Verhandlungen, die ein professioneller Immobilienmakler mitbringt.

Das Problem dabei ist: Käufer verhandeln sehr viel mit dem Eigentümer. Da man sich kennt, kann man dem Gegenüber schwer einen Wunsch abschlagen. So ist der Verkäufer oft sehr viel kompromissbereiter in den Verhandlungen. Schnell werden Zusagen gemacht oder Preisnachlässe auf Kleinigkeiten gegeben, die letztendlich den Verkaufspreis drücken.

Selten werden diese Nebenabreden ordentlich im Kaufvertrag dokumentiert. Diese nicht (ausreichend) rechtssicheren Kaufverträge sorgen im Nachhinein für viele Probleme, vor allem bei nicht erwähnten Mängeln etc.

Hausverkauf an Nachbarn und Bekannte sollte keine Option sein!
Im Gegensatz zu hochmotivierten, gut vorbereiteten Käufern mit vorhandener Finanzierung, sollte der Hausverkauf an Bekannte oder an die Kinder oder Freunde von Nachbarn, für Eigentümer keine ernstzunehmende Option sein.

In vielen Fällen fehlt einfach der ernsthafte Wille den marktüblichen Kaufpreis zu bezahlen. Außerdem vergeht sehr viel Zeit, weil diese Kaufinteressenten nicht gut vorbereitet sind und häufig keine ausreichende Finanzierung bekommen. Am Ende ist die Immobilie verbrannt und erzielt keinen guten Preis mehr!

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