immoHAL saniert die Leipziger Straße 27 – elf barrierearme Wohnungen entstehen.

immoHAL saniert Leipziger Straße 27 - barrierearme Wohnungen in der Innstadt entstehen

immoHAL GmbH saniert Leipziger Straße 27 – elf barrierearme Wohnungen in der Innenstadt entstehen.
Im Schatten des Leipziger Turms steht das Haus Leipziger Straße 27. Das Eckhaus zwischen Martinstraße und Leipziger Straße wird derzeit saniert. Nach der Sanierung soll der prominente Kopfbau den Platz noch attraktiver machen.

„Das Haus ist zwar kein Einzeldenkmal, jedoch wird dem Denkmalcharakter des Hauses Rechnung getragen. Nach der Sanierung soll es sich wieder besser in das historische Ensemble des gesamten Platzes einfügen und dem historischen Charakter des Areals mit dem Leipziger Turm und den anderen Eckgebäuden entsprechen“, sagt Ralf Bauer, Geschäftsführer der immoHAL GmbH.

Barrierearmes Wohnen in Halles Innenstadt.
„Mit der Sanierung wird mehr wieder etwas mehr Wohnraum und Leben in die Innenstadt, und insbesondere die obere Leipziger Straße gebracht“, sagt immoHAL-Geschäftsführer Ralf Bauer. Die letzte Teilsanierung des Wohn- und Geschäftshauses erfolgte 1991. Nun entstehen insgesamt elf moderne Wohnungen - barrierearme Appartements, schwellenfreie Wohnungen - mit modernen Bädern und Parkett. Die Wohnflächen der Appartements liegen bei 43 bis 60 Quadratmeter. Im dritten Obergeschoss über dem Erker entsteht eine Drei-Zimmer-Wohnung mit Balkon, im Dach zwei Atelierwohnungen mit Dachterrasse. Um den aktuellen Brandschutzanforderungen zu entsprechen, wird ein neues Treppenhaus inklusive Aufzug eingebaut. Das Objekt wird von der Martinstraße aus barrierearm zu erreichen sein. Die Gewerberäume im Erdgeschoss bleiben erhalten.

Platz am Leipziger Turm ist stadtgeschichtlich bedeutsamer Ort.
Der kleine Platz an der Kreuzung von Leipziger Straße und Hansering/Waisenhausring ist ein stadtgeschichtlich bedeutsamer Ort: Hier verlief einst Halles Stadtmauer. Neben dem Leipziger Turm befand sich bis 1813 zudem das Galgtor, eines der mittelalterlichen Stadttore Halles. Es stand an einer der fünf Hauptstraßen Halles. Seit dem 12. Jahrhundert war sie die östliche Ausfallstraße zwischen Markt und dem Galgtor, in Richtung Leipzig. Noch immer ist die Leipziger Straße die Verbindung zwischen Markt sowie Riebeckplatz und Bahnhof. An der repräsentativen Geschäftsstraße stehen viele Häuser mit aufwendigen neubarocken und Jugendstilfassaden, aber auch klassizistische Häuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Ringstraßen als letztes Zeugnis halleschen Stadtbefestigung.
Die erste Ummauerung Halles hatte bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts mit Ulrichstor, Steintor, Galgtor, Rannische Tor, Moritztor, Klaustor seine endgültige Gestalt erhalten. Und hatte lange Bestand. Doch im 19. Jahrhundert stand die Mauer zunehmend der Stadterweiterung im Weg. Ein möglichst umfassender Abriss der gesamten Stadtbefestigung sollte die Verkehrsverhältnisse verbessern, Ausdehnungsmöglichkeiten und bessere Wohnverhältnisse schaffen. Beginnend mit den Stadttoren wurde fast die komplette Anlage geschliffen, bereits im Jahr 1819 war das Galgtor Geschichte. Auf einem Teil des gewonnenen Areals der Maueranlagen wurden breite Promenaden angelegt, die heutigen Ringstraßen: Universitäts-, Robert-Franz-, Halloren-, Waisenhaus-, Robert-Franz- und der Hansering.

Hansering war einst „Wallstreet“ von Halle.
In den 1870er Jahren wurde der heutige Hansering angelegt, an dessen südlichem Ende der Leipziger Turm steht. Die Promenade ist als Teil des Altstadtringes eine grüne Wohn- und Geschäftsstraße bis zur Kreuzung der Leipziger Straße. Vormals Preußenring und Poststraße, war die Straße übrigens die Banken-Meile der Stadt. Zwischen 1871 und 1933 residierten allein am heutigen Hansering sieben Geldinstitute, einschließlich dem bekannten Großbankhaus Lehmann an der Ecke zur Großen Steinstraße. Der Hansering wurde damals die Wallstreet Halles genannt. Er stellt die städtebaulich bedeutendste Straßenanlage des späten 19. Jahrhunderts in der halleschen Innenstadt dar. Der gesamte Straßenzug steht heute unter Denkmalschutz.

Insgesamt entstehen in der Leipziger Straße 27 elf barrierearme Wohneinheiten, schwellenfrei mit Parkett, modernen Bädern und Aufzug. Die elf Wohneinheiten verteilen sich auf:

  • acht 2-Zimmer Appartements 43 m² bis 60m², Wohnzimmer, Schlafzimmer, separate Küche
  • eine 3-Zimmer-Wohnung (68m²) im 3. OG mit Balkon
  • zwei Atelierwohnungen (63m² und 79m²) im Dachgeschoss mit Dachterrasse

Artikel aus der Halleschen Immobilienzeitung, Ausgabe 68, November 2017