Im Alter von der Immobilie leben - Immobilieneigentümer sind flexibel

Die Immobilie als Altersvorsorge! Unter diesem Aspekt kaufen die meisten Menschen ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung. Selten wird jedoch bedacht, dass sich die Lebensumstände im Alter ändern und es häufig unpraktisch wird, auch im Alter im eigenen Haus wohnen zu bleiben. Oft ändern sich die finanzielle und soziale Situation, sowie die persönliche Konstitution. Wir zeigen, wie Sie mit der Immobilie Ihre Rente aufbessern oder vom Immobilienverkauf leben können, was Sie bei Wohnen im Alter und barrierefreiem Wohnen beachten sollten.

Das Thema Altersarmut ist in den Köpfen der Deutschen schon lange präsent. Jeder zweite 55- bis 64-jährige Arbeitnehmer soll einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge nicht genügend Rente erhalten, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Durchschnittlich 700 Euro im Monat sollen fehlen. Für Immobilienbesitzer bieten sich hingegen viele Möglichkeiten, die staatliche Rente aufzubessern.

Eine Option ist die Immobilienverrentung. Hier verkaufen Rentner ihre Immobilie, behalten aber ein lebenslanges oder zeitlich begrenztes Wohnrecht. Der Kaufpreis wird meist in monatlichen Abschlägen gezahlt, die der Bewohner als Rente nutzen kann.

Gerade für Rentner, die nicht vorhaben, die Immobilie an die Kinder zu vererben, ist dieses Modell besonders praktisch. Was die Zahlungen betrifft, so gibt es hier verschiedene Varianten. Rentner können selbst überlegen, ob sie lieber eine große Einmalzahlung oder höhere monatliche Zahlungen möchten.

 

Vom Geld aus dem Immobilienverkauf leben!
Wer ohnehin vorhat, in eine kleinere, altersgerechte Wohnung zuziehen, für den bietet es sich eher an, das Haus zu verkaufen. Eine kleinere und barrierefreie Wohnung in Halle kostet meist weniger und die Miet- oder Kaufkosten können so mit dem Geld aus dem Verkauf gedeckt werden.

Zusätzlich bleibt noch Geld für den Lebensunterhalt übrig. Wichtig nach dem Hausverkauf ist es, das Geld gut anzulegen, damit sie möglichst lange davon leben können.

 

Barrierefreies Wohnen und barrierefreier Umbau.
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Ansprüche an das eigene Zuhause. Waren Ihnen mit 30 noch ein großer Garten und genügend Kinderzimmer wichtig, freuen Sie sich mit 70 vermutlich eher darüber, wenige Treppen steigen zu müssen und den Supermarkt direkt um die Ecke zu haben.

Was den Schnitt von Seniorenwohnungen betrifft, wurde lange Zeit falsch gedacht. Denn nicht jeder Rentner ist bereits pflegebedürftig. Zwar wünschen sich viele Senioren in ihrer neuen Wohnung weniger Räume und vor allem nur eine Etage. Das heißt jedoch nicht, dass die vorhandenen Zimmer klein und eng sein sollten. Genügend Platz und Freiraum ist auch im Alter sehr wichtig.

 

Frühzeitig an Barrierefreiheit denken!
Ein enger Flur und hohe Türschwellen sind heute vielleicht noch kein Problem – in zehn Jahren kann das aber schon ganz anders aussehen. Damit nicht sofort ein Umzug nötig wird, sollte man frühzeitig auf Barrierefreiheit setzen. So kann man mit einer Checkliste Probleme eingrenzen und Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

Das bedeutet, dass alle Gänge weit genug sind, um mit einem Rollstuhl durchfahren zu können. Auch bodengleiche Duschen sollten in einer Seniorenwohnung Standard sein – ebenso wie leicht zu öffnende Fenster und eine Zentralheizung mit Temperaturregulation.

Neben der Ausstattung der Wohnung ist außerdem die Umgebung entscheidend. Ein ÖPNV-Angebot sollte auf jeden Fall vorhanden sein, um auch ohne Auto flexibel zu bleiben und Ärzte und den Supermarkt eigenständig zu erreichen. Wenn Sie alleine wohnen, empfiehlt es sich, einen Notrufknopf in Ihrer Wohnung einzubauen, über den der Notdienst schnell alarmiert werden kann.

 

Allein sein im Alter.
Auch auf dieses Szenario kann man sich vorbereiten. Wohngemeinschaften, wie wir sie von jungen Studenten kennen, werden auch bei älteren Menschen immer beliebter. Denn keine andere Wohnform bietet so viel Geselligkeit und Freiheit zugleich.

Gerade wenn das Älterwerden uns einzuschränken beginnt, kann das Leben in einer Senioren- oder Plus-WG der eigenen Autonomie neue Türen öffnen. Auch in Halle gibt für Senioren einige Angebote.

Die klassische Senioren-WG ist eine dem Seniorenheim ähnliche Wohnform, meist mit Rund-um die-Uhr-Betreuung. Wird eine umfassende medizinische Betreuung benötigt, ist man in einer Senioren-WG gut aufgehoben und versorgt, kann sich aber gleichzeitig kleine Freiräume erhalten.

 

Gegenseitige Unterstützung im Alltag!
Die Sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen, ein offenes Ohr füreinander zu haben, sich mit Tipps und Tricks weiterzuhelfen und mit einem selbstgebackenen Geburtstagskuchen überrascht zu werden – all das gibt es in einer guten WG gratis dazu. Für ältere Menschen ist auch das Sicherheitsgefühl nicht zu unterschätzen, das automatisch entsteht, wenn wir mit anderen unter einem Dach leben: im medizinischen Notfall ist immer jemand zur Stelle, der helfen kann.

Hier den kompletten Artikel mit aktuellen barrierefreien Wohnangeboten herunterladen!

Zum Thema Wohnen im Alter, barrierefreies Wohnen und barrierefreier Umbau gibt es auch auf dem 12. Immobilien-Forum-Halle, am 7. März 2019 um 14 Uhr, in der Georg-Friedrich-Händel-Halle in Halle wieder eine Ausstellung, mit zahlreichen Informationen und Vorträgen.